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tomasl Member

Anmeldungsdatum: 10.03.2005 Beiträge: 12 Wohnort: USA
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Verfasst am: Di Dez 06, 2005 8:15 pm Titel: Wie junge Chinesen um die Jobs kämpfen |
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Pekings begabteste Studenten standen bei eisigem Wind frierend vor den Toren der Landwirtschaftshalle am Dritten Ring an. 30 000 Graduierte, die 2006 ihre Diplome erhalten werden, drängten auf Einlaß zur Pekinger Arbeitsmesse und richteten ein Verkehrschaos an. Sie hatte die Nachricht angelockt, daß 600 Institutionen 10 000 Stellen für gehobene Positionen in allen Bereichen offerieren würden. Drei Bewerber kämen im Schnitt auf eine Stelle. Tatsächlich waren es mehr. Denn viele angebliche Jobanbieter nutzen die Messe, um für sich zu werben und Vermittlungsgebühren zu kassieren.
Den als Ökonomen, Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, IT-Technikern, Übersetzern oder in Dutzenden anderen Fächern ausgebildeten Studenten fehlen die Jobs. In Kanton zerstoben Träume, als vielen kümmerliche 200 Euro pro Monat geboten wurden. So mancher akzeptierte dennoch. Während Chinas obere Mittelschichten in den Metropolen Spitzengehälter und Sondervergütungen einstreichen, praxiserfahrene und unverzichtbare Mitarbeiter von Joint-ventures regelmäßig ihre Arbeitsverträge mit reichlichen Sozialabgaben, Urlaubsansprüchen und Wohnbauzuschüssen nachbessern lassen, fallen immer mehr Bewerber durch den Rost. Chinas Wachstumswunder weckt Erwartungen auf Wohlstand und Berufserfüllung, die sein Arbeitsmarkt aber nicht einlösen kann. In der kommenden Dekade rechnen Volkswirtschaftler mit jährlich 24 Millionen Chinesen, die neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Selbst bei achtprozentigem Wachstum hat nur die Hälfte von ihnen Chancen auf eine Stelle. 2006 werden die Hochschulen 3,5 Millionen Studenten entlassen, 20 Prozent mehr als dieses Jahr. Auch Chinas Akademiker überschwemmen den Arbeitsmarkt.
Allzu vielen wird es ergehen wie dem 35jährigen Gao Xiang*. "Leute wie ich tun heute alles für einen Job", sagt er. Dabei kam Gao, der in der Provinz Henan Chemie studierte und dort drei Jahre lang für 80 Euro monatlich an einer Fachschule lehrte, Ende 1998 voller Hoffnungen nach Peking. Er meldete sich online bei einer Englisch-Sprachschule an, die ihm die Aufenthaltsgenehmigung für die Hauptstadt besorgte. 1000 Euro kostete der Jahreskurs. Als er die Schule mit dem Sprachzeugnis verließ, kam er für 150 Euro Lohn im Monat im Nachtempfang eines Hotels unter. Nach drei Monaten aber wies ihm der Chef aus einer Laune heraus die Tür.
Auf Chinas Arbeitsmarkt gilt das Recht des Stärkeren. Einstellungen und Rauswürfe sind selbst für Hochqualifizierte eine Sache von Minuten. |
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Frederik-Sebastian Scholz Member


Anmeldungsdatum: 28.04.2005 Beiträge: 84 Wohnort: Berlin (Mitte + Charlottenburg)
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Verfasst am: Di Dez 13, 2005 3:35 pm Titel: |
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...und AEG, und Telekom, und, und, und...
Lesen können wir selbst (trotz Waldorf-Schulbildung).
Und vielleicht hast du auf Grund deiner langen Absens vergessen, daß wir hier in "old europe" prinzipiell etwas öfter über unseren regionalen Tellerrand blicken als so mancher "Auswanderer".
Was willst du Nervensäge uns hier eigentlich erklären ?
Zuletzt bearbeitet von Frederik-Sebastian Scholz am Fr März 10, 2006 2:38 pm, insgesamt einmal bearbeitet |
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tomasl Member

Anmeldungsdatum: 10.03.2005 Beiträge: 12 Wohnort: USA
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Verfasst am: Do März 09, 2006 8:07 pm Titel: |
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| Frederik-Sebastian Scholz hat Folgendes geschrieben: |
...und AEG, und Telekom, und, und, und...
Lesen können wir selbst (trotz Waldorf-Schulbildung).
Und vielleicht hast aufgrund deiner langen Absens vergessen, daß wir hier in "old europe" prinzipiell etwas öfter über unseren regionalen Tellerrand blicken als so mancher "Auswanderer".
Was willst du Nervensäge uns hier eigentlich erklären ? |
Wenn ich mit deutschen Wissenschaftlern spreche, die in Deutschland arbeiten, höre ich: "Deutsche Wissenschaft ist SPITZE !"
Wenn ich mit deutschen Wissenschaftlern spreche, die im Ausland arbeiten, dann ist die Begeisterung etwas gemildert.
Typisch Europa: das Stetement dass die Europaer besser informiert sind als der Rest der Welt. |
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Frederik-Sebastian Scholz Member


Anmeldungsdatum: 28.04.2005 Beiträge: 84 Wohnort: Berlin (Mitte + Charlottenburg)
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Verfasst am: Fr März 10, 2006 2:44 pm Titel: |
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Hey Thomas,
du bist mir immer noch eine Antwort schuldig, was dich eigentlich qualifiziert hier so ein "europe-bashing" zu betreiben.
Irgendwelche Schlagzeilen aus dem Netz kopieren kann jeder.
Was für eine großartige Biographie verbirgt sich denn hinter dem Nickname thomasl ?
Aber verschone mich im Zusammenhang mit deiner Vita mit deinem grenzdebilen Gelaber über das "rauhe, kriegerische Umfeld" in dem du dich so wohl fühlst.
FRED. |
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